Nicht ideal
Menschen in stereotypen Rollen zeigen, z. B. internationale Studierende als Gruppe von Personen mit unterschiedlicher Hautfarbe oder Naturwissenschaftler*innen aus-schließlich als Männer mit Kittel im Labor; Menschen aus marginalisierten Gruppen abbilden, aber nur passiv, unscharf oder am Bildrand, während weiße Männer aktiv und handelnd dargestellt werden.
Auch die Bebilderung vom Thema Familie oder Vereinbarkeit nur mit Frauen und Kleinkindern sollte vermieden werden. Diese stereotypen Darstellungen schränken die Sicht auf Rollenvielfalt ein und reproduzieren gängige Vorurteile, während die Wirklichkeit viel differenzierter aussieht.
Empfehlung
Sich über verbreitete Stereotype im Zusammenhang mit Wissenschaft, Geschlecht und Diversität, beispielsweise in passenden Forschungsartikeln, informieren. Die ersten und spontanen Bildideen hinterfragen – wie stereotyp sind sie? Helfen sie beim Verständnis oder gibt es dafür auch andere Möglichkeiten? Können zum Beispiel neben der Darstellung im Labor konkrete Personen im Porträt gezeigt werden?
Menschen sollten auch in Rollen gezeigt werden, die mit Stereotypen brechen, z. B. Professorinnen im MINT-Bereich, Sekretäre, Väter mit Kind, ältere Studierende. Auch die Bildkomposition kann hier unterstützen, indem z. B. Abgebildete mit unterschiedlichen Diversitätsmerkmalen miteinander auf Augenhöhe, gleichberechtigt im Fokus und handelnd gezeigt werden.