Audimax
Das Audimax der RUB

Diversity-Forschung und -Lehre an der RUB

An der RUB spielt Diversity auch in der Forschung und Lehre eine Rolle. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Vielfalt oder der damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Strukturen.

Vielfalt lässt sich aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven untersuchen und erforschen. Aktuelle Forschungs- und Lehrprojekte, die Diversity in den Blick nehmen, helfen dabei, Gesellschaften, Minderheiten, Kulturen und bestimmte Personengruppen besser zu verstehen.

Gender

An der RUB wird das Thema Gender in Forschung und Lehre. Darüber hinaus gibt es ein Forschungscenter, Studienangebote und ein Fellowship-Programm.

Marie Jahoda Center for International Gender Studies

Im Marie Jahoda Center for International Gender Studies arbeiten engagierte Wissenschaftler*innen mit interdisziplinärer Perspektiven zusammen.

Um Ungleichheitsverhältnisse in ihrer ganzen Komplexität zu erfassen, werden Wechselwirkungen mit anderen Kategorien wie etwa Klasse, Behinderung, Alter, Religion, sexueller Orientierung oder Ethnizität untersucht und in zwei interdisziplinären Studiengängen für Gender Studies gelehrt.

Masterstudiengänge Gender Studies

Studierende entwickeln im Rahmen der Studienprogramme International Gender Studies (1-Fach-Master) und Gender Studies – Kultur, Kommunikation, Gesellschaft (2-Fach-Master) ein disziplinenübergreifendes und intersektionales Verständnis für die Funktionsweise von Macht und Ungleichheit und den daraus resultierenden Konsequenzen für Individuum und Gesellschaft.

Sie können mit diesen Qualifikationen in Forschung und Praxis neue Prozesse anstoßen, Instrumente zur Schaffung von Chancengleichheit und Inklusion entwickeln und Diversitymaßnahmen implementieren.

Zudem gibt es in den Geschichtswissenschaften das Masterprogramm MATILDA - European Master in Women´s and Gender History.

Marie-Jahoda-Fellowship-Programm

Mit dem Marie-Jahoda-Fellowship-Programm knüpft die Ruhr-Universität an die Tradition der Marie-Jahoda-Gastprofessur an, die 1994 eingerichtet wurde und als ein Leuchtturm der RUB-Geschlechterforschung gilt.

Ziel des Felloswhip-Programmes ist es, den internationalen Austausch zur Forschung und Lehre im Bereich der Geschlechterforschung sowie den Aufbau nachhaltiger internationaler Kooperationen zu fördern – und dies in enger Verbindung mit den Forschungsschwerpunkten des Marie Jahoda Centers for International Gender Studies.

Reset

Die RUB ist seit 2021 Teil des EU-geförderten Projektes RESET „Redesigning Equality and Scientific Excellence Together“. Ziel des Projektes ist die Förderung von Gleichstellung in Strategien der Hochschulpolitik und vor allem die strukturelle Verankerung von Gleichstellung an Hochschulen, die bislang keine institutionalisierten Gleichstellungsstrategien ausgebildet haben. Laufzeit bis 2024.

DFG-Projekt Körperbeherrschung

Das Projekt von Prof. Dr. Maren Lorenz verbindet die geschlechter- und körpergeschichtliche Dimension mit dem praxeologischen Ansatz der neueren Verwaltungs- und Landesgeschichte.

Die Bedeutung der relationalen Kategorie Geschlecht wird für die Konstituierung und Stabilisierung von Herrschaft und Staatlichkeit im Sinne der Foucaultschen Gouvernementalität und Biopolitik überprüft.

Alfried-Krupp-Schülerlabor: Auf den Spuren der deutschen und russischen LGBTQ-Community

Für einen Tag schlüpfen die Schüler*innen in die Rolle von Kulturwissenschaftler*innen, die sich mit dem Themenkomplex „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ auseinandersetzen.

Rassismus und kulturelle Vielfalt

Aktuelle Forschungsprojekte der RUB beleuchten Rassismus und kulturelle Vielfalt aus unterschiedlichen Perspektiven

Mercator-Projekt „Existierst du nur oder partizipierst du schon?“

Im Projekt geht es unter anderem darum, herauszufinden, welche Ideen, Vorstellungen und Erfahrungen von und mit Demokratie und Partizipation geflüchtete bzw. nicht geflüchtete Schüler*innen in Klassen der Ausbildungsvorbereitung an Berufsbildenden Schulen besitzen.

Die Stiftung Mercator förderte das Projekt bis Februar 2022.

Projekt Zuwanderung aus Südosteuropa

Das Projekt „Zuwanderung aus Südosteuropa - Teilhabe und Zusammenhalt auf kommunaler Ebene ermöglichen“ erfasst zum einen die komplexen Wanderungsbewegungen zwischen Bulgarien, Rumänien und sechs ausgewählten Kommunen des Ruhrgebiets, die dabei ablaufenden Teilhabeprozesse sowie Mechanismen der Exklusion und Stigmatisierung. Dabei werden auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen untersucht, die Teilhabechancen fördern oder beschränken.

Laufzeit bis März 2024

Religiöse Vielfalt

Aktuelle Projekte widmen sich der religiösen Vielfalt.

Graduiertenkolleg „Jüdische und muslimische Religionsgemeinschaften aus sozialwissenschaftlicher Perspektive“

Wissenschaftler*innen der Ruhr-Universität Bochum, Universität Osnabrück, Ludwig-Maximilians-Universität München und Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg kooperieren mit dem muslimischen Avicenna-Studienwerk und dem jüdischen Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk: Gemeinsam starten sie das Graduiertenkolleg ›Jüdische und muslimische Religionsgemeinschaften aus sozialwissenschaftlicher Perspektive‹.

Förderung durch Avicenna Studienwerk und Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk. Laufzeit bis Juni 2024.

Antisemitismus(kritik) in der Schule

In dem Projekt wird eine Unterrichtsbeobachtungs-Studie zum Thema Antisemitismus(kritik) in den schulischen Fächern Wirtschaft/Politik, Sozialwissenschaft, Geschichte, katholische/evangelische Religionslehre sowie Islamkunde durchgeführt.

Außerdem sollen Unterrichtsmaterialien entwickelt werden und Lehrer*innen fortgebildet werden.

Gefördert vom Schulministerium NRW und Antisemitismusbeauftragte NRW. Laufzeit bis August 2023.

Religiöse Pluralität in NRW

Das CERES ist an der Ruhr-Universität Bochum direkt im Herzen des Ruhrgebietes angesiedelt.

Den idealen Standort inmitten des Geschehens nutzt das CERES seit 2005 aus und führt quantitative sowie qualitative Studien zur Vermessung der religiösen Landschaft der Umgebung durch, beispielsweise in dem Projekt Religiöse Vielfalt – lokal – regional – global.

Zertifikatskurs Migration und Religion

Der Kurs der Akademie der RUB bietet einen Raum und Gelegenheit für Interessierte aus Kirche, Diakonie und Gesellschaft, wissenschaftlich, empirisch und im Austausch interkulturelle Erfahrungen zu reflektieren und interkulturelle Begegnung zu vertiefen.

Ableismus und Inklusion

Aktuelle Projekte zu den Themen Ableismus und Inklusion.

Rechtsgutachten Nachteilsausgleich in Hochschulprüfungen

Prof. Dr. Ennuschat hat am 29.10.2019 im Auftrag des Deutschen Studentenwerkes ein Rechtsgutachten zum Nachteislausgleich in Hochschulprüfungen veröffentlicht

Themenübergreifende Projekte

Einige Lehr- und Forschungsprojekte sind themenübergreifend und beziehen sich unter anderem auf die Intersektionalität.

UNIC - European University of Post-Industrial Cities

Die RUB ist Teil des internationalen Universitätskonsortiums UNIC - European University of Post-Industrial Cities. Es ist ein Verbund von acht Universitäten, der sich der Förderung von studentischer Mobilität, gesellschaftlicher Integration und Diversitätsthemen widmet.

Mit der Schaffung einer europäischen Universität soll der Austausch und die Kooperation von Lehre, Forschung und Transfer gesteigert werden. Studierende, Forschende, Lehrende und das Personal aus der Verwaltung sollen von den Möglichkeiten eines europäischen Campus profitieren.

Durch den Arbeitsbereich „UNIC4ER – Engaged Research“ richtet das Konsortium seinen Fokus außerdem auf eine wirkungsorientierte, systematische Co-Produktion von Wissen für und mit der Gesellschaft.

Zu UNIC gehören neben der RUB Universitäten in Bilbao, Cork, Istanbul, Liège, Oulu, Rotterdam und Zagreb.

Intersect

Das Projekt Intersect untersucht Diskriminierung in der psychischen Gesundheitsversorgung.

Menschen mit psychischer Erkrankung unterliegen einem hohen Risiko, Diskriminierungserfahrungen zu machen.

Dabei unterscheiden sich Diskriminierungserfahrungen in Abhängigkeit davon, welchen weiteren sozialen Differenzkategorien (z. B. in Bezug auf Gender, Klasse, „Race“/Ethnicity, Sexualität) einer Person zugeschrieben werden, ob sie also sogenannter Mehrfachdiskriminierung unterliegt. Mehrfachdiskriminierung hat einen Einfluss auf die Form und die Häufigkeit von Zwang in der Psychiatrie.

Gefördert durch die Medizinische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum im Rahmen des FoRUM-Programms. Laufzeit bis 2023.

  • Zum Projekt INTERSECT - Heteronormativismus, Rassismus, Klassismus, Ableismus und schwere psychische Erkrankung. Eine intersektionale Analyse von ungleicher Behandlung und Diskriminierung in der psychischen Gesundheitsversorgung

Studie zu Diskriminierungserfahrungen an der RUB

Im Zuge der Arbeit des neu-gegründeten Think Tank Diversity wurde deutlich, dass wenige aussagekräftige Daten zu Diskriminierungserfahrungen an der Ruhr-Universität vorliegen.

Prof. Hans Alves (Soziale Kognition, Fakultät für Psychologie) führt derzeit gemeinsam mit Jun.-Prof. Karim Fereidooni (Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung, Fakultät für Sozialwissenschaft) und Prof. Katja Sabisch (Gender Studies, Fakultät für Sozialwissenschaft) eine Studie unter Studierenden durch, welche die Prävalenz von Diskriminierungserfahrungen am Campus systematisch erhebt und eine Grundlage für die Maßnahmenentwicklung bietet.

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